Maggie Groff – Frauen am Rande des Strandes

Ein neuer Auftrag für die Journalistin Scout Groff: an der australischen Ostküste hat sich angeblich eine amerikanische Sekte niedergelassen, die hauptsächlich junge Frauen in ihren Bann zieht und sie zu illegalen Handlungen zwingt. Auch ihre Schwester bittet um Hilfe: an der Schule kam es zu wiederholtem Vandalismus, betroffen war immer dieselbe Gruppe von Mädchen, deren Unterwäsche während des Sportunterrichts zerschnitten wurde. Und in ihrem Privatleben geht es auch drunter und drüber. Der Freund ist im fernen Afghanistan und vor Ort macht der attraktive Polizist Scout eindeutige Avancen.

Das Buch weiß irgendwie nicht, was es sein will. Die Kriminalgeschichte um die Sekte ist recht spannend und hat durchaus gute Aspekte, auch wenn am Ende ein völlig überstürztes Actionende die Sache etwas unrund abschließt. Die Story um die Schulmädchen fand ich eigentlich auch ganz interessant, aber hier wird immer nur am Rande touchiert, nur in einzelnen Kapitel hört man was davon, Tiefe ist Fehlanzeige. Nervig war eigentlich alles rund um Scouts Privatleben, sprachlich wie auch inhaltlich waren wir maximal noch auf dem Niveau von „Shades of Grey“ und die Protagonistin, die eigentlich ganz clever war, kam einem ziemlich dümmlich und platt vor. Widerlich an dem Buch waren geschätzte 100 Szenen, in denen die Figuren im Auto irgendwelches Fast Food in sich reinstopfen. Es hat sich mir nicht erschlossen, weshalb das Essen permanent thematisiert werden und warum dies fast immer im Wagen zu sich genommen werden musste. Alles in allem: wenig Anspruch, wenig Tiefe, begrenzt interessantes Personal und eine sich dauernd verlierende Handlung.
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