Jakob Arjouni – Bruder Kemal

Zwei eigentlich kleine Fälle. Eine 16-jährige Tochter aus gutem Hause ist verschwunden und treibt sich vermutlich mit dem deutlich älteren Freund irgendwo in Frankfurt rum. Und ein Dichter soll während der Buchmesse bewacht werden, zuvor waren Drohbriefe eingegangen. Nichts Aufregendes steht also an für Privatdetektiv Kayankaya. Doch eine Leiche und ziemlich deutliche Drohungen eines Predigers und das Verschwinden des Autors bringen ihn dann doch in Bedrängnis.

Arjouni schafft einen regional eingebetteten Krimi zu schreiben ohne dabei ins Seichte abzudriften. Sein Protagonist ist stark, mit Ecken und Kanten und damit einer Menge Profil, der Fall wird ordentlich gelöst ohne dabei zufällig oder leichtfertig zu sein. Beste Unterhaltung, wie man sie von Arjouni gewohnt ist. 
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