Christine Sylvester – Psychopathenpolka – Lale Petersen ermittelt

Ein hektischer Morgen, Lale kommt wohl wider zu spät zur Dienstbesprechung und dann kommt ihr auch noch der Radfahrer in den Weg. Glücklicherweise ist ihm nichts passiert und er radelt davon. Doch schon wenige Stunden danach liegt ebendieser Azubi tot über seiner Tastatur. Eine Folge des Zusammenstoßes am Morgen? Bange Stunden vergehen bis zum Ergebnis der Autopsie: Einstichspuren weisen eindeutig auf einen Mord hin. Doch wer hatte ein Motiv, einen linkischen Informatiker zu töten? Ein Geheimprojekt mit verschlüsselten Daten scheint der entscheidende Hinweis zu sein, aber ein Brandanschlag auf das Elternhaus des getöteten Azubis wirft weitere Fragen auf . Doch nicht nur hier muss das Team um Lale ermitteln. Ein hinterhältiger Frauen-Schläger hält die Dresdner in Angst und offenbar gibt es in der Stadt auch ein gehöriges Cannabis Problem. Zu hause ist mit Entspannung ebenfalls nicht viel gewesen, Junior Pit hat das heimische Wohnzimmer zum neuen Proberaum der Polka-Guerilleros erklärt.

Ein Krimi ganz nach meinem Geschmack. Ein vertrackter Mord, ein paar Nebenkriegsschauplätze, dazu Ermittler, deren Alltag ihnen schon mal über den Kopf wächst, sie aber nicht den Humor verlieren lässt. Die Figuren durchweg glaubwürdig und authentisch, besonders das Frauen-Team Lale und Mandy sind ausgesprochene Sympathieträger, die sich geschickt die Bälle zuspielen. Mit viel Wortwitz und unterhaltsamen Dialogen arbeitet sich die Handlung stetig voran, wenn sie auch – das einige Manko – am Ende ein rasches etwas unbefriedigendes Ende gefunden wird. Vieles wurde plötzlich zu offensichtlich und die Tatmotive waren mir zu schwach. Nichtsdestotrotz; beste Unterhaltung. Eine Schande, dass mir die vier Vorgängerbände der Reihe bis dato unbekannt blieben.

Advertisements