Stefan Nink – Freitags in der faulen Kobra

Ein beschaulicher Urlaub in Indien. Mit einer missglückten Yoga-Übung beginnt Siebeneisens Pechsträne, die einmal um den Planeten führen wird. Für einen Maharadscha gilt es eine Steinfigur wieder zusammenzusetzen, deren Einzelteile vom legendären James Cooks in aller Herren Länder verstreut wurden. Unterstützung erhält er wie immer durch Wipperfürth, seinerseits durch einen Steißbeinbruch reiseunfähig aber mit neuer Homebase in der Faulen Kobra, wo selbige zu Gitarrenklängen aus ihrem Bastkorb erscheint. Eine turbulente Jagd nach der Heiligenfigur beginnt und Siebeneisen muss feststellen, wie leidensfähig der menschliche Körper doch sein kann, nicht nur Attacken von Vögel und wahrhaftige Begegnungen mit weißen Haien, sondern auch echte Eisbären erwarten ihn auf seiner Schatzsuche.

Stefan Ninks Roman lässt sich an wie eine Detektivgeschichte auf Spuren des Seglers James Cook. Doch schon der umwerfend sympathische Umschlag – samt Kobra und Teeflecken – gibt unverhüllt zu, dass es nicht ganz so ernst zugehen wird. Die Odyssee wird begleitet von humoristischen Einlagen, Sprachwitz und schier zur Verzweiflung führendem Pech des Protagonisten, der seinerseits jedoch tapfer durchhält und auch ein wenig Glück auf seiner Seite hat. So absurd die Handlung so unterhaltsam die Sprachgewalt, mit der Stefan Nink erzählt. Treffsichere Formulierungen gepaart mit historischen Fakten und einem ausnahmslos außergewöhnlichen Figurenkabinett unterhalten den Leser auf beste Weise.

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