Romain Gary – Les trésors de la mer rouge

Romain Garys Reisebericht ist geprägt von intensiven Wahrnehmungen seiner Aufenthaltsorte. In Afrika – vorrangig in Djibouti im heutige Somaliland – und auf der arabischen Halbinsel versucht er, Land und Leute zu verstehen und beobachtet die Eigentümlichkeiten der Bewohner. Episodenhaft berichtet er von bemerkenswerten Begegnungen, die ihm Einblicke in andere Sichtweisen und neue Welten eröffnet haben. Für mich waren drei Geschichten im ersten Teil besonders beeindruckend: die Auswirkungen der Schlangenbisse, die Haltung des Arztes, der nicht nach Frankreich zurückkehren möchte und die Beschneidung der Mädchen.

Insgesamt wusste ich mit diesem Büchlein jedoch nur wenig anzufangen, bisweilen langweilte mich Gary, dann waren berichte schlicht belanglos. Einzig seine Beschreibungen der sagenhaften Landschaften bleiben als besonders gelungen in Erinnerung. Ich bin unentschieden, was ein Urteil angeht.

3/5

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