Jenk Saborowski – Argwohn

Der dritte Fall um die Sonderermittlerin Solveigh Lang.
Die Zentrale der Europapolizei ECSB wird heimtückisch angegriffen. Solveigh muss mit ansehen, wie viele ihrer Kollegen rücksichtslos niedergemetzelt werden und schwört Rache. Recht schnell ist klar, dass es einen Maulwurf im haus gibt und dieser führt direkt zur italienischen Mafia. Der Gegner ist gesetzt und die Jagd beginnt. Währenddessen sind zwei moldawischen Mädchen mit großen Erwartungen an einen Menschenhändlerring geraten und in München gibt ein konservierter Arm der Polizei Rätsel auf. Dass diese Ereignisse alle eine Verbindung haben und internationale Kooperation und Eile gefragt sind, lassen die Handlung zu einem rasanten Wettlauf gegen die Zeit und einen noch im Versteck agierenden Psychopathen werden.

Wie auch schon die Vorgänger besticht dieser Thriller durch ein hohes Tempo und viele parallel verlaufende Handlungsstränge, die nach und nach ineinander verwoben werden. Die Figuren sind jede auf ihre Weise ungewöhnlich und unkonventionell, was ihnen erlaubt, auch abseits der breitgetretenen Ermittlungspfade zu wandeln und mit kreativen Ideen den Tätern das Handwerk zu legen. Die Handlung an sich ist hochaktuell, glaubwürdig erzählt und gelöst. Die Spannung zieht sich von der ersten bis zur letzten Seite. Vielleicht hätte man aus den zwei großen Fällen auch zwei Bücher machen können, gerade der Psychopath kommt ein wenig zu kurz. Dies schmälert aber in keiner Weise die Unterhaltung.

5/5

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