Bernhard Schlink – Selbs Mord

In einem Schneegestöber leistet der privater Ermittler Selb einem Mann Hilfe und dieser bietet ihm umgehend einen Auftrag an: in der Bank, die er mit einem Partner leitet, wurde bei der Gründung ein unbekannter Miteigentümer eingetragen, zu dem keine weiteren Informationen vorhanden sind. Selb soll diesen ausfindig machen, um eventuell noch vorhandene Ansprüche klären zu können. Nur wenig bringt Selb zusammen, doch schon bald entwickelt sich sein Auftrag in eine gänzlich andere Richtung und nach zwei höchst merkwürdigen Todesfällen ist ihm klar, dass in der Bank etwas ganz und gar nicht stimmt. Eine Reise nach Ostdeutschland bringt schnell Gewissheit und das Ausmaß der Verstrickungen wird Selb erst nach und nach klar.

Schlink konnte mich mit diesem Krimi nicht überzeugen. Langatmig schleppt sich der Fall dahin, wirr löst sich der Fall erst nach und nach auf und bleibt am Ende für meinen Geschmack unglaubwürdig und überzogen. Die Grundidee gefällt mir durchaus, aber es fehlt der Pep in der Erzählweise, was vermutlich durch den Ich-Erzähler Selb bedingt ist, der im schon weit fortgeschrittenen Alter sehr behäbig und langsam, geradezu tröge wirkt. Spannung kam leider nie auf und am Ende war ich froh, als das Buch endlich rum war.

2/5

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