Roland Krause – "Der Tod kann warten"

Kommissar Sandners neuester Fall. Eine Entführung, ausgerechnet die Mutter des Oberstaatsanwalts ist aus dem Seniorenstift verschwunden und eine Drohung liegt auch schon vor. Ein alter Mordfall rückt in den Fokus, bei den damaligen Ermittlungen sei der Falsche beschuldigt und verurteilt worden. Sandner muss also undercover ran – in eine der miesesten Gegenden der Stadt. Schon am ersten Abend wird im seine Dienstwaffe entwendet, bald darauf ist schon der erste Tote – natürlich mit seiner Waffe verwundet – zu beklagen und der wird nicht der einzige bleiben. Das Team arbeitet rund um die Uhr, begibt sich in höchste Gefahr, doch die Ermittlungen kommen lange nicht voran. Bis sich zeigt, dass in den eigenen Reihen auch falsche Fufziger zu finden sind und die immer auf dem aktuellsten Stand der Ermittlungen sind. Jetzt muss Sandner kreativ werden.

Roland Krause besticht in seinem Roman einmal mehr mit den wunderbar unterhaltsamen und unorthodoxen Charakteren, die auf ihre Weise den Fall angehen. Was mir – wie auch schon beim Vorgänger – besonders auf- und gefällt, ist der messerscharfe und bisweilen bissige Wortwitz, der sich durch das Buch zieht und oftmals sogar die Handlung übertrumpft. Der Fall ist dieses Mal recht komplex, was leider dazu führt, dass er sich zwischendurch ein wenig in die Länge zieht und es so gar nicht vorankommt. Nichtsdestotrotz völlig glaubwürdig, sauber mit Humor gelöst und gelungene Unterhaltung.

4,5/5

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