Don DeLillo – Cosmopolis

Als Eric Packer am Morgen entscheidet, dass es ein guter Tag zum haare schneiden wäre, ahnt er noch nicht, was dieser tag für ihn auf Lager hat. Nicht nur ist ganz New York dank eines Besuchs des Präsidenten und einer Demonstration von Globalisierungsgegnern gesperrt, so dass das Fahren zur Tortur wird, sondern ein Mann will Rache an ihm nehmen und hat dies genau geplant. In seiner unheimlich langsam vorankommenden Limousine erledigt Eric die alltäglichen Dinge: riskante Spekulationen mit dem japanischen Yen, er trifft sowohl seine Frau wie auch die Geliebte, wird von seinem Arzt untersucht und erfährt dank der Allgegenwart der Nachrichten auch, was außerhalb seines komfortablen Gefährts vor sich geht. Einen Aufsteiger der New Economy entgeht nichts und gleichsam ist es ihm egal, was außerhalb seines begrenzten Radius vorsichgeht. Und wenn Millionen von Dollars verzockt werden – so what? The show must go on.

Don DeLillo hat schon 2003 erahnt, was uns nur wenige Jahre später alle in eine globale Krise stürzen würde. Wie immer treffsicher und punktgenau zeichnet er seine Figuren und lässt kein gutes Haar an den rücksichtslosen Spekulanten, die jeden Kontakt zur normalen Welt verloren haben. Wie auch in seinen anderen Roman fängt er die Stimmung in unglaublicher Weise ein und zieht sein Publikum in einen Bann.

4,5/5

Lovelybooks-Challenge 2014

Übersicht der Challenge und erledigte Aufgaben.

Erfüllt: 20/20

  1. Bücher, die erstmalig vor 2010 erschienen sind: Eckhard Henscheid – „Die Vollidioten“
  2. Bücher, die Teil einer Reihe sind:  Roland Krause – „Der Tod kann warten“
  3. Bücher, die ein vorranging rotes Cover haben: Vilmos Kondor – „Der leise Tod“
  4. Bücher, deren Buchtitel eine Zahl enthalten: Claudia S. Rapp – „Zweiundvierzig“
  5. Bücher, die ausschließlich als Taschenbuch / Broschur erschienen sind (nicht als Hardcover):  Zoe Beck – „Brixton Hill“
  6. Bücher, bei denen der Vor- oder der Nachname des Autors mit dem gleichen Buchstaben beginnt, wie der Buchtitel: Bernhard Schlink – „Selbs Mord“
  7. Bücher, die bisher noch keine Rezension auf LovelyBooks haben (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns): Romain Gary – „Les trésors de la mer rouge“
  8. Bücher, in denen es ums Essen geht und das auch durch den Buchtitel, das Cover o.Ä. ausgedrückt wird: wenn auch Trinken gilt: van Deus – „Die Ampullen von Lorenzini“
  9. Bücher von deutschsprachigen Autoren: Christian Biesenbach – „Sonne, Wind und Mord“
  10. Bücher, die weniger als 250 Seiten haben: Elke Schwab – „Urlaub mit Kullmann“
  11. Bücher, auf denen hauptsächlich Schrift und kein vordergründiges Covermotiv zu sehen ist: Jenk Saborowski – „Argwohn“
  12. Bücher von Autoren, die schon mindestens 5 Bücher veröffentlicht haben: JK Rowling – „The Casual Vacancy“
  13. Bücher, die in der Hardcover-Ausgabe einen Schutzumschlag haben: Bernhard Aichner – „Die Totenfrau“
  14. Bücher, deren Buchtitel aus mindestens 5 Wörtern bestehen: Camilla Macpherson – „Am Tag und in der Nacht“
  15. Bücher, die aus einer anderen Sprache als dem Englischen oder Französischen übersetzt wurden: Arnaldur Indridason – „Duell“
  16. Bücher, die in einer Stadt mit mehr als 1 Mio. Einwohner spielen: Carla Kalkbrenner – „Die Sonne über Berlin“
  17. Bücher, die in einem unabhängigen Verlag erschienen sind (keine Verlagsgruppen / Konzerne): Markus Rößler – „Purgatorium. Tödliche Sühne“
  18. Bücher, auf deren Cover mindestens 3 Lebewesen zu sehen sind (es zählen Menschen & alle Tierarten): Wolfgang Schorlau – „Am zwölften Tag
  19. Bücher, die auf LovelyBooks mit 4,5 – 5 Sternen bewertet sind (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns):  Judith Winter – „Siebenschön“
  20. Bücher, deren Hauptfigur mindestens 10 Jahre jünger oder älter als ihr selbst ist: Catherine Jinks – „Teuflisches Genie“