Kerstin Gier – Ein unmoralisches Sonderangebot

Ein alter Herr mit zu viel Zeit und Geld, drei Kinder samt Partner und ein unmoralisches Angebot: für sechs Monate Partnertausch gibt es jeweils eine Million pro Paar. Haken: die Eheleute dürfen sich nach 18 Uhr nicht sehen und werden überwacht. Das Geld lockt und somit tauscht die Protagonistin ihren Mann gegen seinen Bruder. Das Unheil nimmt seinen Lauf und bald schon erkennen alle, dass sie im Leben doch die eine oder andere Fehlentschiedung getroffen haben.

Was ganz witzig angelegt ist, wird zur Qual des Leser. Hauptfigur Olivia ist nicht mit einem Funken Intelligenz gesegnet und trägtihre Dummheit uch noch stolz vor sich her. Das an sich nervt schon extrem, aber die plakative einfallslose Zeichnung der anderen Figuren steht ihr in nichts nach. Hinzu kommt, dass sie sich an den typischen Themen der Frauenzeitschriften ab: wie kann man aich wieder in eine 38 hungern (sic!), Gartengestaltung und zur Krönung kommt dann eine Diskussion über geeignete Dekoelemente (an der sich auch männliche Figuren beteiligen, was das ganze dann völlig ad absurdum führt). Ein gesammelter Haufen Mist gespickt mit unsäglich dummen Dialogen. Einen runden Schluss findet das Buch in eine schlampigen Lektorat, ein wahres Sammelsurium an kryptischen Satzfragmenten. Bei diesem Buch stellt sich mir die Frage, ob ich das Grundprinzip ein begonnenes Buch auch zu beenden nicht doch gelegentlich überdenken sollte.
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