Yrsa Sigurdardottir – Seelen im Eis

Nach dem Unfalltod seiner Ex-Frau nimmt Odinn seine Tochter Run zu sich. An das neue gemeinsame Leben müssen sich Vater und Tochter erst gewöhnen, nach einem solchen Schicksalsschlag wird dies nicht einfach. Odinn hat sich extra einen neuen Job gesucht, um mehr Zeit mit Run verbringen zu können. Er muss Rechtsansprüche ehemaliger Heimkinder prüfen. In dem Heim gingen seltsame Dinge vor sich, zwei Jugendliche kamen ums Leben und irgendwer scheint etwas vertuschen zu wollen, warum sonst sollte es Drohanrufe und E-Mails geben? Langsam nähert sich Odinn den Geschehnisse Anfang der 70er Jahre und im laufe seiner Enthüllung wird auch seine Familiengeschichte immer tiefer in den Fall verwickelt.

Vom Ende her betrachtet ist die Geschichte und auch wie die beiden Handlungsstränge zusammengeführt werden, wirklich clever und überzeugend. Leider ist die Erzählweise lähmend und so gar nicht fesselnd. Es liegt eine depressive Stimmung über dem Buch, die einem jede Sympathie für die Figuren vermiest und das Lesen bisweilen quälend werden lassen.

2,5/5

Advertisements